Mobilitätsprojekt Erasmus + Schulbildung 2016

Unser Schulzentrum hat sich erfolgreich um Förderung durch das EU-Programm „Erasmus+ Schulbildung“ beworben. Es trägt den Titel „Einführung bilingualer Unterrichtssequenzen am Schulzentrum am Sund“.

Das Projekt dient der Einführung bilingualen Unterrichts an unserer Schule und der Verbesserung der Qualität des Unterrichts durch Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer besonders im MINT-Bereich.

Im Juli 2016 nahmen Frau Landt und Frau Herbst an einer Fortbildung in Oxford teil. Der Kurs vor Ort beinhaltet neue Methoden zur Motivation, Nutzung moderner Medien im Fachunterricht mit bilingualen Anteilen.

Der bilinguale Sachfachunterricht – im Englischen wird er als CLIL (Content and Language Integrated Learning) bezeichnet – war Gegenstand der Fortbildung in Oxford. Neben den Teilnehmern unserer Schule besuchten den Kurs Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland, Spanien, der Schweiz und Österreich. Vertreten waren verschiedene Schularten und Fachrichtungen wie z. B. Mathematik, Physik, Kunst, Musik, Geographie, Deutsch, Philosophie und Technik.

Dieser Kurs war für NICHT-Englisch Lehrer! Hier wurde das Unterrichten eines Fachs in der englischen Sprache erörtert. Viele Schulen in Europa haben bilingualen Unterricht bereits eingeführt: Dafür gibt es dann bestimmte Bücher auf Englisch. Der Kurs sollte Fragen bezüglich CLIL beantworten:Wie geht das? Wie kann ich den Unterricht interessant gestalten, ohne selber perfekte Englisch Kenntnisse zu haben und ohne mich zu blamieren? Ist meine Grammatik überhaupt korrekt? Spreche ich die Worte richtig aus? Wie adaptiere ich existierende Texte in einen Unterricht der englischen Sprache? Welche Methoden eignen sich gut? Welche nicht?

Am Ende der zweiwöchigen Ausbildung entwickelten alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer ein "microlesson" mit stellten diese im Seminar praktisch vor. Frau Landt und Frau Herbst entwickelten eine Unterrichtseinheit für das Fach Informatik. Mit dem Titel "The magic of numbers", soll für dieses Fach geworben werden.

Wir sind eTwinnung-Schule

Das EU-Programm eTwinning verbindet Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa. Sie finden mit eTwinning unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Lernaktivitäten. Europäische Einrichtungen können miteinander kooperieren. Für den fachlichen Austausch eröffnet eTwinning vielfältige Möglichkeiten. Das umfangreiche Fortbildungsangebot umfasst Seminare im In- und Ausland sowie Onlinekurse. eTwinning unterstützt Sie auf dem Weg zu einer medienpädagogisch und europäisch ausgerichteten Schule.

Erste billinguale Unterrichtssequenz getestet

"The magic of numbers" so heißt die erste Unterrichtssequenz, die im Fach Informatik getestet werden konnte.

 

Am Ende der zweiwöchigen Ausbildung entwickelten alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer Arbeitsblätter. Frau Maqué und Herr Leyh entwickelten Arbeitsblätter für das Fach Mathematik und erprobten eine Aktivität für das Fach Musik.

Arbeitsblätter Mathematik - jetzt auch in englisch

Ja Arbeitsblätter im Fach Mathematik sollen jetzt auch englische Vokabeln enthalten. Unser Unterricht soll sprachsensibler gestaltet werden. 

Fazit

Das Projekt dient der Einführung des bilingualen Unterrichts an unserer Schule und der Verbesserung der Qualität des Unterrichts durch Weiterbildung des Lehrpersonals. Gleichzeitig soll die fremdsprachliche Kommunikation bei Schülern gefördert werden, um diese auf ein globales Miteinander vorzubereiten.  Zum anderen wollen wir den Schülern für die Zukunft eine bessere Vorbereitung für kulturelle Verständigung im Studium oder Beruf bieten. Schülern mit Migrationshintergrund wird durch diese Maßnahmen eine bessere Integration ermöglicht. Die Projektergebnisse sollen unser Schulprofil auch als MINT-EC stärken und den europäischen Gedanken gerade in diesem Bereich verdeutlichen.

Konkrete Ziele des Projekts an unserer Schule sind ein sprachsensiblerer Unterricht und die Eingliederung bilingualer Unterrichtssequenzen in die Lehrarbeit. Darüber hinaus soll der Austausch mit Partnerschulen im Ausland intensiviert und E-Twinning an unserer Schule eingeführt werden.

Im Juli 2016 nahmen 2 Lehrerinnen an einer CLIL-Fortbildung in Oxford teil. Der Kurs vor Ort beinhaltete neue Methoden zur Motivation, Nutzung moderner Medien im Fachunterricht mit bilingualen Anteilen. Ferner wurden die Sprachkenntnisse vertieft. In einer schulinternen Fortbildung im Oktober 2016 präsentierten die beiden Lehrerinnen ihre Ergebnisse des Kurses. Dabei wurden 2 andere Lehrer/innen für die Teilnahme an einem weiteren Kurs ausgewählt, und erste Ideen zur Umsetzung der genannten Ziele gefunden.

Der zweite CLIL-Kurs fand im Juli 2017 in Galway statt. Schwerpunkte des Kurses waren die Prinzipien von CLIL und deren Anwendung im Unterricht. Neben modernen Unterrichtsaktivitäten wurde der Einsatz von authentischen und sprachsensiblen Materialien sowie von interaktiven Medien thematisiert. Im Oktober 2017 stellten die Kursteilnehmer die Ergebnisse im Rahmen einer schulinternen Fortbildung vor. Es wurde nach Wegen gesucht, neben bestehenden schulischen Projekten, die erhöhten Fremdsprachenanteil haben oder sprachsensibel agieren, CLIL stärker in den Unterricht zu implementieren und die Ziele des Projekts umzusetzen.

Seit vielen Jahren finden im Schulzentrum DaZ-Kurse („Deutsch als Zweitsprache“) für Kinder aus Migrantenfamilien statt. Für diese kann die englische Sprache ein zusätzliches Medium zum Erlernen der deutschen Sprache dienen. In den Kursen wird in Zusammenarbeit mit dem regulären Fachunterricht mit sprachsensiblen Arbeitsheften gearbeitet, die seit einem Jahr im Einsatz sind.

In den MINT-Fächern werden bereits bilinguale Elemente im Unterricht eingesetzt, z.B. englischsprachige Aufgaben in Mathematik, Online-Kurse und Programmiertools in Informatik. Auch in MINT-Projekten der Schule wird mehrsprachig gearbeitet. Das Greendrive-Team, das bereits erfolgreich an internationalen Meisterschaften teilgenommen hat, führt alle Präsentationen bei den Wettbewerben in englischer Sprache durch.

Bei E-Twinning wurden noch keine weiteren Fortschritte erzielt. Die Schule ist angemeldet, aber es gibt noch keine Partnerschulen.

Durch die Fortbildungen sind also wichtige Teile des Ziels „bilingualer und sprachsensibler Unterricht“ begonnen worden. Durch kontinuierliche Maßnahmen wird dieses in den folgenden Jahren weiterverfolgt und umgesetzt.